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Bluegrass-Treff/Jam mit den Wäfler Brothers -
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23.02.2012 | 20.00
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24.02.2012 | 19.00
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01.03.2012
The Country Pickers im Albisgüetli -
01.03.2012 | 20.00
Bluegrass-Treff im PIC -
02.03.2012 | 19.30
Int. Country Festival Bluegrass Night
Bluegrass Tools 2
Bluegrass Tools (2)
Fingertraining mit Kopfhörer & Practice Tapes
Diesmal geht es wieder um ein praktisches Thema: wie behält man als vielbeschäftigter Familienmensch seine Finger in Übung? Wenn ich nun ein "Profi" wäre (wie in der letzten SBMA Ausgabe vermutet :-), so würde ich mehrmals wöchentlich mit der Band spielen und täglich die Saiten wechseln. So zumindest beschreibt es Curtis Jones, vormals Gitarrist bei Lou Reid & Carolina. Nun, glücklicherweise gibt es auch Alternativen für Hobby-Musiker wie mich mit kleinem Zeit-Budget. Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten zum Finger-Training:
1. einfach einen Song/Solo spielen, der einem gerade in den Sinn kommt
2. Tonleitern und Etuden auf und ab spielen
3. mit einem Metronom üben
4. mit einem Kollegen (oder Band) Musik machen
5. Kopfhörer & Practice Tapes
Methode 1 ist sicher die einfachste, unter Umständen jedoch nicht ausreichend, was konstantes Tempo, Feeling, Groove und Motivation anbelangt. Methoden 2 & 3 sind sicher optimal geeignet für eine Musik-Akademie (die mit dem kleinen Klapp-Bänkchen unter dem linken Fuss...), mir ist dieses Training jedoch zu steril. Ein Metronom ist teurer als das 4-CD Set von Flatt & Scruggs - da fällt die Entscheidung leicht. Methode 4 habe ich Eingangs schon erwähnt, doch nicht jeder hat eine "Bluegrass Family" im selben Haus. Darüber hinaus kann man sich im stillen Kämmerlein besser auf den eigenen "Tone" konzentrieren als im Band-Rahmen.
Meine Lieblings-Methode ist daher Nummer 5. Und so geht's: ich lege zum Beispiel eine Aufnahme von "Gold Rush" in den CD- oder Kasetten-Spieler und setze einen Kopfhörer auf. Nun ein Instrument in die Hand nehmen und die Lautstärke so einstellen, dass beide Tonquellen (eigenes Instrument und Musik im Hörer) im Gleichgewicht sind. Dann mit der Aufnahme mitspielen! Kopfhörer ist jedoch nicht gleich Kopfhörer! Als vor zwanzig Jahren der Walkman erfunden wurde, haben die Ingenieure glücklicherweise den leichten, offenen Kopfhörer mit Schaumstoffmuscheln gleich miterfunden. Diese Kopfhörer ärgern in der SBB zwar den Nachbarn, haben aber den Vorteil, dass Umgebungs-Geräusche mitgehört werden. Genau das ist ja der Zweck der unserer Übung!
Die Vorteile dieser Methode:
1. ganze Bluegrass-Band zu Hause
2. Zusammenstellen eines Übungs-Programms (Tempo, Schwierigkeitsgrad, Tonart)
3. man hat bereits alle Tools, um auch neue Stücke ab Kasette zu lernen
4. schnell kommt man in den richtigen "Groove"
5. Leitplanke beim Improvisieren
Der Groove ist allerdings eine Sache, die bei mir stark von der Tagesform abhängt. Der kalifornische Gitarrist Steve Pottier hat den Zustand, wenn die Finger wie von Geisterhand über die Saiten gleiten, einmal als "In the Zone"bezeichnet. Dieser Ausdruck stammt ursprünglich aus dem Sport, lässt sich aber offensichtlich auch auf das Musizieren übertragen (Fingersport).
Schliesslich bleibt die Frage, welche Stücke auf ein Practice Tape draufkommen? Die ersten Stücke sollten vielleicht medium Tempo sein, nicht zu anspruchsvoll. Etwas zum Warmwerden - aber nicht langweilig. Für die Gitarre ist noch wichtig, die Stücke nach Tonarten zusammenzustellen, damit man nicht ständig den Capo wechseln muss. Nicht zu vergessen: so richtig Spass macht es nur, wenn das eigene Instrument "in Tune" mit der Aufnahme ist. Dafür muss einerseits natürlich das Instrument richtig gestimmt sein. Doch was tun, wenn die Aufnahme aus irgendeinem Grund 0.23% zu langsam läuft? Oder wenn das Stück einfach zu schnell gespielt ist, und man lieber einen Halbton langsamer spielen möchte? Mit dieser Frage werden wir uns beim nächsten Mal beschäftigen.
