Bluegrass-Treff vom 29. Mai 2016 mit Peter Keiser und „Misty Blue“

29 Mai

Der letzte Bluegrass-Treff vor der Sommerpause wird in die Annalen der SBMA eingehen. Peter Keiser, der Bassist von «Misty Blue», von Gölä, von dem Berliner Liedermacher Klaus Hofmann und weiteren stellte sich für einen Vortrag über den Bass in der Musik zur Verfügung.

Den zahlreich erschienenen Zuhörern erklärte er die verschiedenen Instrumente, welche heute als Bass eingesetzt werden. Er führte jeweils entsprechende Hörproben live vor. Der Er machte dabei deutlich, dass es gerade in der Bluegrass Musik äusserst wichtig ist, denRhythmus sehr genau zu halten. «Die Essenz des Bassspiels in der Bluegrass-Musik liegt in der Einfachheit, welche sehr konsequent eingesetzt werden muss. Hier gilt hauptsächlich: weniger ist of mehr. Die Grundlage ist die Genauigkeit und die Soundpflege. Das Ganze darf aber nicht klinisch steril sein, der Groove ist ebenso wichtig!» Anschliessend beantwortete Peter Keiser geduldig die Fragen aus dem Publikum Der mit viel Witz und Humor vorgetragene Stoff fesselte die fast 50 Teilnehmer so sehr, dass der fast eineinhalb Stündige Vortrag im Nu vorbei war.

Anschliessend verpflegten sich die Teilnehmer ausgiebig mit Getränken, Kaffee mit Cakes, Brownies, Erdbeercreme und vielem mehr.

Hansj Looser, ein Musikerkollege von «Misty Blue», leitete die anschliessende Jamsession, was bei den gegen dreissig teilnehmenden Musikern keine einfache Aufgabe war. Trotzdem klang die Riesenjam recht gut!

Zum Abschluss des ereignisreichen, tollen Nachmittags spielte «Misty Blue» einige Songs aus ihrem Repertoire. Gegen halb sechs löste sich die Versammlung der Bluegrass-Enthusiasten langsam auf. Einige aber blieben noch eine Weile, um sich mit den Musikern der Band oder auch einfach mit Kollegen aus der SBMA zu unterhalten.

Auch an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an Peter Keiser, an «Misty Blue» und an das ganze Organisationsteam, welches Kuchen und viele andere leckere Sachen bereitgestellt, den Saal eingerichtet, anschliessend wieder aufgeräumt und gereinigt hat!

Bluegrass-Treff vom 29. Mai 2016 in Lenzburg

17 Mai

Am 29. Mai 2016 findet unser nächster Bluegrass-Treff von 13.30 – 17.30 Uhr im Cholerahaus, Schützenmatte 7, 5600 Lenzburg statt.

In diesem Monat wird uns Peter Keiser, Bassist von «Misty Blue» und von Rockmusiker Gölä (siehe auch unser ausführliches Interview mit Peter Keiser in den «SBMA News» Ausgabe Nr. 87, März 2016), in die Geheimnisse des Basses einweihen. Er erzählt uns über die Entstehung des Kontrabasses, aber auch des E-Basses. Peter Keiser zeigt anhand von Sound-Beispielen die Funktion und die Bedeutung des Basses und verwendet dazu eine CD von dem Bluegrasser und Basslehrer Todd Philipps. Er führt uns vor, wie ein Song ohne Bass und derselbe Song mit Bass tönt. Dies wird sowohl für Musiker wie auch für Zuhörer ein äusserst aufschlussreicher Vortrag!

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Zu meiner grossen Freude bringt er alle seine Mitmusiker von «Misty Blue» (Arlette Keiser, Sarah Fischer Ryter, Hansj Looser) als Gäste mit. Sie werden die anschliessende Jamsession leiten, welche wie üblich von ungefähr 14.30 bis 17.30 Uhr dauert. Selbstverständlich sind alle Mitglieder der SBMA, aber auch Gäste herzlich willkommen.

Wie immer bewirten uns gute Geister mit Kaffee, Kuchen, Mineralwasser usw… Ich bedanke mich bei Cindy und Markus Richner für das Einrichten des Saales und das Bereitstellen von Getränken und Kuchen!

Nach rund eineinhalb Jahren Erfahrung mit dem Bluegrass-Treff im Cholerahaus hat der Vorstand entschieden, dass Mitglieder selbstverständlich weiterhin kostenlos an den Treffs teilnehmen können, Gäste bezahlen einen Unkostenbeitrag von CHF 5.00. Wir bitten für diese Massnahme um Verständnis.

Ich hoffe auf zahlreiches Erscheinen!

So long, folks!

Beat Heri

Die Krüger Brothers und ihr Traum von Amerika (Banjo und Bluegrass)

10 Mai

Am Pfingstmontag, 16.5.2016 , 18.10 Uhr auf SRF 1 (Wiederholung am Dienstag-morgen, 17.5.2016 um 05.25 Uhr auf SRF 1) zeigt das Schweizer Fernsehen eine Dokumentation über die Krüger Brothers.

Vom Aargau bis an den Broadway in die «David-Letterman-Show»: die «Krüger Brothers» haben das mit ihrer Bluegrass-Musik geschafft! Doch hinter der Band liegt ein steiniger Weg. Jahrelang tingelten Jens und Uwe Krüger als Strassen-musiker und singende Cowboys durch die Schweiz. Frustriert wanderten die Brüder in die USA aus und gehören seitdem zu den ganz Grossen in der amerikanischen Folkszene. Noch bekannter wurden die beiden Schweizer durch die Auftritte mit ihrem Freund dem Hollywoodstar und Musiker Steve Martin. Eine musikalische Reise durch die abenteuerliche Karriere und das Leben der Krüger Brothers.

Von klein auf begeistern sich Brüder Jens und Uwe Krüger für Musik. Zunächst ist es die Schweizer Volksmusik, dann sind sie Feuer und Flamme für amerikanische Bluegrass- und Folkmusik. Nach dem frühen Tod der Mutter landen die beiden als Teenager in Zürich auf der Strasse und schlagen sich mit Country und Westernmusik durchs Leben. Der Versuch, in der Schweizer Volksmusik Fuss zu fassen, scheitert kläglich, denn die konservative Szene will nicht, dass die Brüder mit Banjo und Gitarre traditionelle Ländlermusik spielen.
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Bis Ende der 90er Jahre lassen sich die Krüger Brothers in so viele musikalische Schubladen stecken, bis sie schliesslich in keine mehr hinein passen. Frustriert und unverstanden kehren die Brüder ihrer Heimat den Rücken, um sich in den USA ihren Traum von einem unabhängigen Musikerleben mit Bluegrass zu erfüllen.

Trotz des Erfolgs haben die Krüger Brothers ihre Heimat niemals vergessen. 2015 kommt es für die Auswanderer zu einem Höhepunkt in ihrer Karriere, denn die beliebte Unterhaltungs- sendung «Viva Volksmusik» holt die Band für einen Auftritt in die Schweiz. Mit der Vergangen- heit versöhnt folgen weitere Auftritte mit Volksmusikgrössen wie Carlo Brunner und Nicolas Senn.

​Text: Schweizer Fernsehen

Renato Guggiana am Bluegrass-Treff vom 24. April 2016

26 Apr

Der Bluegrass-Treff vom 24. April 2016 war wiederum ein grosser Erfolg. Zum Vortrag von Renato Guggiana über das Five String Banjo sind dreissig Personen im Cholerahaus in Lenzburg erschienen. Zehn von ihnen waren Banjospieler, welche zum Teil erstmals an einen Bluegrass-Treff gekommen sind. 

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Im ersten Teil seines Vortrages erklärte Renato Guggiana, wie man ein Banjo optimal einstellt. Bekanntlich lässt sich am Banjo so einiges verstellen! Danach führte er die Teilnehmer durch die verschiedenen Stimmungen, von denen jede ihr eigenes Voicing hat.

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 Den Höhepunkt des Vortrages bildete die Vorführung verschiedener Übungs-Software, wie zum Beispiel den Chords Notes Player, Guitar Jam Tracks oder TablEdit, welche es ermöglichen, ein Stück von einer CD oder auch von einer Youtube-Datei zu importieren und später als virtuelle Band zu verwenden. Besonders beeindruckend war die Funktion eines dieser Programme, dass man einzelne Instrumente nach Belieben ein- oder ausblenden kann. Ausserdem lassen sich das Tempo und die Tonart bei den meisten Programmen stufenlos verstellen.

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 Mit dem Tune „18 Up North“ von Jens Krüger, führte Renato anschliessend vor, wie das Zusammenspiel mit dem Chords Notes Player praktisch funktioniert.  Zum Abschluss zeigte er uns verschiedene Beispiele, wie man mit Hilfe dieser Programme einen eigenen Song kreieren kann.

Die interessanten und wertvollen Tipps und der sorgfältig vorbereitete Vortrag wurden von den Besuchern mit grossem Applaus verdankt.

Wie üblich wurde im zweiten Teil des Bluegrass-Treffs gejammt. Der Anlass hat den neuen Besuchern so gut gefallen, dass die SBMA an diesem Nachmittag neue Mitglieder gewonnen hat.                                                                                                                                                   Pierre Sulser

 

Bluegrass-Treff vom 24. April 2016 im Cholerahaus in Lenzburg

28 Mrz

Von 13.30 – ca. 15 Uhr informiert uns Renato Guggiana über das set up des Banjos und gibt einige Tipps zum Spielen. Dieser Bluegrass-Treff ist dem Banjo gewidmet!
Die ersten 10 Minuten gelten den Einstellungen des Instrumentes:

  1. die Position der Brücke
  2. der Saitenabstand
  3. die Fellbespannung
Banjo

 
Er gibt Tipps zu den verschiedenen Stimmungen (G, D, C und Double C).
Als Übungshilfen empfiehlt Renato Programme für PC und Mac „Chords Notes Player“, „Guitar Jam Tracks“ und „TabEdit“. Er erläutert, wie man diese Programme wirkungsvoll zum Üben einsetzen kann.
Mit den Teilnehmern übt er verschiedene Tongeschlechter (G, C, F).
Mit fortgeschrittenen Teilnehmern und mit Hilfe von Chord Notes Player spielt er „Up 18 North“ von Jens Krüger.
In der letzten Viertelstunde kreiert er mit den Teilnehmern einen eigenen Song! Er setzt auch hier das Programm „Chords Notes Player“ unter zur Hilfenahme von Beamer und Musikanlage.
Dieser interessante Vortrag ist sicherlich nicht nur für Banjo-Picker, sondern für alle Bluegrasser spannend.
Anschliessend ca. 15 – 17.30 Jamsession! Wir freuen uns auf viele Teilnehmer!

Bluegrass-Treff vom 28. Februar 2016, 5600 Lenzburg/AG

15 Feb

It’s Dobro time! Am 28. Februar freuen sich Ruth Iseli und Röbi Brunner ab 13.30 Uhr, den Teilnehmern ihr Lieblingsinstrument vorzustellen. Sie erzählen von den Ursprüngen des Dobros und wie sie zur Slide Gitarre fanden. Wir werfen zusammen einen Blick ins Innere eines Dobros, lernen den Resonator und die Spider-Bridge kennen und erfahren

Ruth Iseli

Ruth Iseli

Interessantes über Hölzer und Entstehung des typischen Dobro-Klangs. Röbi und Ruth werden viele Dobros mitnehmen, die ihr nicht nur anschauen, sondern selbst spielen dürft: in einem kurzen Workshop wird jeder, ohne Vorkenntnisse, ein Dobro auf den Knien

Röbi Brunner

Röbi Brunner

haben und erste Versuche wagen. Wir werden uns an einen einfachen Bluegrass Song wagen. Danach fliessender Übergang in die Jam. Wer mag, kann gleich auf dem Dobro mitjammen, wir starten mit entsprechend passenden Songs. Gäste sind herzlich willkommen.

 

Bluegrass-Treff vom 31. Januar 2016

23 Jan

Im Januar hat der Bluegrass-Treff ein anderes Gesicht… 

Teil 1

SOGGY BOTTOM BOYS AND DR. RALPH STANLEY, Film ab 13.30 Uhr

Fast jeder von uns hat den Film “O Brother Where Art Thou?” mit George Clooney gesehen. Im letzten März hat die SBMA einen Mandolinen-Workshop mit dem bekannten Mandolinenspieler Mike Compton durchgeführt. Dieser Anlass war schnell ausgebucht und einige Bluegrasser fühlten sich damals wie im Old-Time/Bluegrass-Himmel.

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Am nächsten Bluegrass-Treff vom 31. Januar im Cholerahaus in Lenzburg, haben wir nun die Gelegenheit, diejenige Band zu sehen, welche den Soundtrack zum Film geliefert hat: die Soggy Bottom Boys. Leider konnten wir sie nicht persönlich einfliegen lassen, aber Heidi Herzog, die Assistentin von Mike Compton, hat der SBMA grosszügigerweise die Bewilligung erteilt, ihren Film vom ersten Live-Auftritt dieser Band im März 2014 in der Ole Smokey Distillery in Gatlinburg/Tennessee, zu zeigen.

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Die Soggy Bottom Boys sind: Dan Tyminski (“Man of Constant Sorrow”), Barry Bales, Ron Block (alle von der Alison Krauss Band “Union Station”) sowie Mike Compton und Stuart Duncan (beide von der Nashville Bluegrass Band). Diese Musiker haben zusammen insgesamt 47 Grammys gewonnen! Auch Dr. Ralph Stanley gab sich die Ehre und hat zu diesem Konzert verschiedene Songs beigesteuert.

Teil 2

JAM ab 15 – ca. 17.30 Uhr

Markus Schildknecht von den “Blue Valley Drifters” wird die um 15 Uhr beginnende Jam leiten.

Come and pick along and have some fun!

9. SBMA FanFest in Bülach

29 Nov

Das diesjährige FanFest vom 28. November im Restaurant Kaserne war einer der Höhepunkte in den Annalen der SBMA!

Am Freitag vor dem FanFest bauten kräftige Männer die Bühne für den grössten SBMA Event des Jahres auf. Am Samstagmittag wurde diese mit einem grossen Teppich geschmückt, was im Übrigen der Arbeit des Soundengineers sehr entgegenkommt. Als Hintergrund wurde das neue Banner der SBMA mit einem Bild von den Blue Ridge Mountains des amerikanischen Fotografen Ken Thomas aus North Carolina aufgehängt. Diese Originalaufnahme wurde der SBMA kostenlos zur Verfügung gestellt! Röbi Brunner mit seinen Kollegen richteten die Sound-Anlage ein, Bruno Steffen legte seine CD’s auf den Verkaufstisch und fleissige Damen schmückten die Tische. An dieser Stelle möchte ich allen Helferinnen und Helfern ganz herzlich für den unermüdlichen Einsatz an unserem Festival danken!

Gegen 16 Uhr konnten die ersten Gäste zum offerierten Apéro begrüsst werden. Die Besucher benutzten die Gelegenheit sich mit Bekannten und Freunden auszutauschen, die man schon eine Weile nicht mehr gesehen hatte.

In verschiedenen Räumen gruppierten sich die ersten Musiker zu Jamsessions. Einige von ihnen, welche sich für den abendlichen Auftritt angemeldet hatten, probten nochmals ihre Songs.

Anschliessend an den Apéro begaben sich die Gäste ins Restaurant und verpflegten sich vor dem grossen Musikabend. Der Saal füllte sich schnell und war bald bis auf den letzten Platz besetzt. Das Konzept des Abends sah Spielzeiten von rund 20 Minuten pro Act vor. Ausgenommen davon waren die zwei Showcase Bands, welchen 30 Minuten gewährt wurden.

Sandra und Raphael Gerber eröffneten den musikalischen Teil des Abends. Die beiden begleiteten sich auf Gitarren und Raphael wechselte für zwei Songs auf die Mandoline. Das Publikum war von der Vorstellung der beiden sehr angetan. Sie wurden mit viel Applaus verabschiedet.

In den kurzen Pausen unterhielten Cindy Richner und Eleonore Hofmann die Gäste mit Bingo. Als Preise winkten CD’s, DVD’s und sogar eine Gratis-Mandolinen-Lektion bei Bluegrass-Star Mike Compton!

Als zweite Formation trat Hans Neukom und Toni Nötzli auf. Ihre Vorliebe für Don Williams bestimmte vor allem ihr Programm. Sie haben ihre Songs eigens für den diesjährigen Anlass einstudiert, was dem Publikum sehr gefiel.

Ein kurzer Solo-Auftritt von Stefan Hügin mit seinem Banjo leitete zur nächsten Band über.

Als einer der Leckerbissen des Abends boten Christine Rüegger und Caspar Noetzli Old-Time Musik dar. Nach einigen Tunes gesellte sich Elizabeth Lamberti zu ihnen. Die Twin-Fiddle Tunes, begleitet im Frailing Style auf dem Banjo, wussten dem fachkundigen Publikum zu gefallen. Die Zuschauer bekamen einen guten Eindruck davon, aus welchem Stil die Bluegrass Musik hervorgegangen ist.

Als vierte Formation trat „Fifty Shades of Grass“ auf. Die Band mit Pierre Sulser, Christoph Kämpf, Cindy Richner und Anita Karbacher bot ein unterhaltsames Repertoire und beendete den Auftritt mit einem coolen Blues! Die Zuhörer belohnten den schönen Auftritt mit grossem Applaus.

Die „Lounge Pickers“ mit Piero Biasi, Xaver Blättler, Daniel Rüegg und Daniel Grossmann, eine relativ neue Band aus dem Rheintal, setzten das Programm fort. Sie wollen keine reine Bluegrass Band sein und haben deshalb auch Songs wie „Call Me The Breeze“ von JJ Cale und von Bob Dylan in ihr Repertoire aufgenommen. Die Band, welche erst seit ungefähr einem halben Jahr in dieser Formation spielt, zeigte sich dem Publikum in guter Spiellaune und wusste zu gefallen. Wir werden von ihnen in Zukunft sicherlich noch einiges zu sehen und zu hören bekommen. Sie traten als sogenannte Showcase Band auf und stellten sich einer Jury, welche an diesem Abend aus Finn Bodenmann von der Bluegrass Family und Beat Heri von der Big STONE Old Time Country Band bestand. Diese Beurteilung, welche verschiedene Kriterien umfasste, soll den Bands helfen, ihre Auftritte zu optimieren. Die aufbauenden Ratschläge der Juroren kommen bei den Beurteilten jeweils gut an und sind sehr willkommen.

Auch die nächste Band stellte sich den Juroren. „HomeMaid“, eine reine Damenband, überzeugte mit einem besonders breiten Spektrum in ihrem Repertoire. Neben gefühlsvollen Eigenkompositionen der Leadsängerin Ursi Raths spielen sie klassische Bluegrass Songs, aber auch Ragtime- und Blues-Nummern. Die amüsanten Ansagen von der Banjoistin Brigitte Bernhard, die Harmoniestimme und Bluesharp von Ester Fanti, die gekonnten Fiddle-Tunes von Liz Schneeberger und der solide Bass von Natascha Müller begeisterten die Zuhörer. Diese Band hat an diesem Abend mit Sicherheit neue Fans dazugewonnen.

Das facettenreiche Programm beschloss Manuela Schläpfer. Die Sängerin und Gitarristin von der Bluegrass Band „Blue Sky“ trat als Solistin auf und bestach mit ihrer virtuosen Stimme. Sie sang einige Eigenkompositionen, welche dem Publikum sehr gut gefielen. Es ist ihr hoch anzurechnen, dass sie ihre Zusage für ihren Auftritt trotz einem harten Schicksalsschlag einhielt. Manuela und ihre Freunde mussten am Vortag des FanFestes ihren Musiker-Freund und Bassisten Felix Kamber zu Grabe tragen, der eine Woche zuvor bei einem Autounfall sein Leben verlor. Das Publikum bedankte sich für ihren grossartigen Auftritt mit einem tosenden Applaus.

Als Schlussbouquet betraten nochmals alle Musiker zu einer Grand Finale Jam die Bühne. Nach fünf Stunden toller Musik ging der grossartige Anlass gegen Mitternacht zu Ende und überzeugte ein paar Gäste so sehr, dass sie sich spontan zu einer Mitgliedschaft bei der SBMA entschliessen konnten! Vielen Dank an alle Musiker, die sich jeweils für das FanFest der Swiss Bluegrass Music Association zur Verfügung stellen.