Res Nobs, das Interview (März 2018)

6 Aug

Res Nobs ist vielen in der Schweizer Bluegrass Szene als Banjo Picker bekannt.  Er spielte mit seinem Happy Maker, so nennt er sein Banjo, in Bands wie Rosewood Delight, Bluegraze und Rick Noorlander & Bluegrass String Quartet. Heute ist er bei Blue Lizard und seit 2012 bei den Bluegrass Beans aktiv. Er organisiert die erfolgreiche, monatlich stattfindende Jamsession in Steffisburg. Seine Antworten im Interview verraten seinen sympathischen Schalk. 

Res, stammst du aus einer Familie, in welcher musiziert wurde?

Ich bin in Baggwil im Berner Seeland aufgewachsen. Meine beiden Schwestern spielten Klavier, der ältere Bruder Fussball. Meine Eltern hatten nichts am Hut mit Musik, ausgenommen, der 8 Spur Kassette von Heino im Auto meines Vaters, welche wir rauf und runter hörten. Nach dem gescheiterten Versuch, ebenfalls Fussballer zu werden, durfte ich den Gitarrenunterricht be-suchen. Da gab es bei uns an Weihnachten immer die bekannte «Oh du fröhliche-Jam» mit Klavier, Gitarre, Blockflöte und eben, fröhlichem Gesang… Aber mir fiel auf, dass niemand so schön singen konnte wie Heino!!

Du gingst in eine Gitarrenschule. Heute spielst du meisterlich Banjo. Wie bist du zu diesem Instrument gekommen?

Ja, wie kommt man nur auf das Banjo? Nach der Heino Überdosis im Auto meines Vaters gings über Gunter Gabriel zu Johnny Cash. Und immer, wenn in einem Song ein Banjo erklang, war es jeweils um mich geschehen. Das blieb der damaligen Partnerin, meiner heutigen Frau, nicht verborgen. Sie schenkte mir zum Geburtstag ein 5-String-Banjo. So geht das…!

Von der Gitarre zum Banjo… Da machte ich zuerst wohl alles falsch, bis ich Ernest Neier von Deliverance auf einer Tour in Bern kennenlernte. Mehrmals trafen wir uns und er brachte mir die Kunst des 5-String Pickens bei. Nach ein paar Jahren dann, spielte ich schon mit meiner ersten Band Blue Lizard, ich genoss Unterricht bei Hans Holzherr, René Stalder und Jens Krüger. Ich spielte so oft Banjo, dass meine Frau sich fast hintersann, mir ein solches geschenkt zu haben.

Wann und wo hast Du die Bluegrass-Musik kennengelernt?

Es war, glaube ich, Ende der achtziger Jahre, als die Deliverance in Bern auftraten und ich an ihre Gigs pilgerte. Da wurde mir klar, dass ich diese Musik auch spielen wollte. In den neunziger Jahren traten in der Mahogany Hall in Bern Bluegrass-Grössen wie John Hickman, Bill Keith, Béla Fleck oder die Nashville Bluegrass Band auf. Das war natürlich ein riesiges Erlebnis sie alle live mitzuerleben. Am Thuner Grunderinseli Festival, in dieser Zeit völlig dem Bluegrass verschrieben, war ich auch immer anzutreffen. Selbstverständlich besuchte ich auch das Bluegrass Family Festival in Stetten, das Festival auf dem Pantli in Schaffhausen und natürlich die Bluegrass Night in Bern.

Res, welche Vorbilder hast Du in Deinem Banjospiel

An Vorbildern mangelt es mir nicht, da brauche ich nicht einmal in die Ferne zu schweifen. Wenn ich an der Jam in Steffisburg Housi Holzherr zuhöre, wie er mit seinem Banjospiel jeden Song zum Erblühen bringt, bin ich einfach fasziniert. Sammy Shelor von der Lonesome River Band durfte ich am Grey Fox Bluegrass Festival 2013 in New York kennenlernen und das ganze Set an vorderster Front miterleben. Das war echt cool! Sein dynamisches Banjospiel liebe ich einfach.

Du organisierst seit langem die inzwischen legendäre Jam in der Schmitte in Steffisburg. Wie kam es dazu?

Bluegrass Jam in der Schmitte                     (Foto Hans-Peter Bigler)

In den neunziger Jahren organisierte Silvio Beltrametti die Jams auf dem Gurnigel in der Selibühl Hütte. Um diese Tradition im Berner Oberland weiterzuführen, suchte ich nach einem Ort, welcher dafür geeignet war. Ich fand in Steffisburg ein Lokal, das Bistro von Eva und Edi Geissler. Seit nunmehr über zehn Jahren sind sie jeden ersten Freitag im Monat Gastgeber dieses tollen Anlasses. Im Verlauf dieser Abende treffen sich Musikerinnen und Musiker von nah und fern und es wird den ganzen Abend gespielt und gesungen. Die Gäste vom Bistro freut es! Und nicht selten klingen zu später Stunde noch die schönsten Balladen aus dem Bistro, bis dann gegen Mitternacht sich die letzten auf den Heimweg machen. Ich danke allen, die schon mal da waren und vielleicht wieder mal kommen, um der Schmitte-Jam diesen unvergleichlichen Charme zu verleihen, welcher mir immer wieder von Besuchern bestätigt wird.

Du hast schon einige Erfahrungen in verschiedenen Bands gesammelt.

Ja, das waren einige. Zehn Jahre mit Rosewood Delight. Das war echt cool und eine tolle Zeit. Dann über drei Jahre bei Bluegraze mit Doris Ackermann, Matthias Linke sowie Arlette und Peter Keiser. Später dann vier Jahre mit Rick Noorlander & Bluegrass String Quartet, da ging richtig die Post ab! Während zweier Jahre durfte ich noch mit meinen Kollegen des String Quartets als Begleitband der Enderlin Chicks auf richtig grossen Bühnen spielen. Nun bin ich auch in der Musik etwas ruhiger geworden, habe ab und zu Gastauftritte und picke mein Banjo nach wie vor bei den Blue Lizards. Seit 2012 bin ich mit den Bluegrass Beans unterwegs.

Die Bluegrass Beans feiern grosse Erfolge. Wie viele Auftritte pro Jahr hast du mit dieser Band?

Die Bluegrass Beans mit den Country Sisters auf der Country Music Cruise

Ja, ich glaube mit den Beans haben wir im Moment tolle Gigs. Es hat wohl nichts mit der Anzahl an Auftritten, sondern mit der Wertschätzung der Band gegenüber dem Publikum zu tun. Diese Haltung ist uns wichtig. Eine gesunde Selbstein-schätzung ist da sehr hilfreich. Wir wissen, dass  unsere musikalischen Fertigkeiten nicht zum Him-mel wachsen und ich denke die Songauswahl, das Timing und die Dynamik sollten zusammen mit einer klaren Bühnenpräsenz einhergehen. Das versuchen wir umzusetzen. Seit August 2017 sind wir mit unserem neuen Bassisten Hanspeter Adam unterwegs. Und es fühlt sich gut an.

Im Frühjahr geht Ihr wieder auf grosse Fahrt. Ihr seid wieder von der Partie auf der Country Music Cruise.

Richtig, im April stechen wir zum zweiten Mal in See Richtung Süditalien. Wir waren auf unserer ersten Country Music Cruise 2016 alle sehr skeptisch, ob eine Bluegrass Band zwischen all den Countrybands überhaupt ein Publikum findet. Wir freuten uns festzustellen, dass unsere Musik beim Publikum gut ankam. Wir haben mit Jeff Turner Gigs abgetauscht, mit den Country Sisters getanzt und im Hafen von Rhodos gejammt. Eines Abends sagte mir der Gitarrist von Two Tons of Steel; «Hey, ihr macht genau die Musik, welche bei mir Zuhause gespielt wird! Und zwar genau so… Ich liebe euch!».  Das war dann zuviel für mich und ich musste noch ein Bierchen bestellen.

Res, Du hast vorhin Deine Frau erwähnt. Du bist verheiratet?

Natürlich habe ich die Frau geheiratet, welche mir das Banjo geschenkt hat! Wir sind glücklich verheiratet und haben zwei erwachsene Kinder.

Was hast du für einen Beruf erlernt?

Um meinen Berufswunsch zu erfüllen, verliess ich das Berner Seeland in Richtung Thun und erlernte dort das Handwerk des Steinbildhauers, welches zu meiner Leidenschaft wurde. Ich gründete mein eigenes Geschäft, bildete Lehrlinge aus, beteiligte mich an Skulpturenausstellungen und nahm an Bildhauersymposien teil, das sind gemeinsame Werkarbeiten von Bildhauern. Das ging knapp 20 Jahre so. Nun bin ich auch da etwas ruhiger geworden, und arbeite seit bald 10 Jahren als Geschäftsführer in einer Bildhauer-Firma in Thun.

Was für Pläne hast du für die Zukunft?

Gesund bleiben, da ist eine gute Verdauung sehr wichtig! Und viel trinken! Auch, dass meine Frau, welche mir das Banjo geschenkt hat, es mir nicht wieder wegnimmt…  Irgendwann möchte ich dann noch gerne den Clawhammer Style lernen. Nun, alles zu seiner Zeit. Aber mein Wunsch in Sachen Musik ist immer der gleiche geblieben. Sei es bei den Jams oder bei Auftritten mit der Band: Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Es funktioniert, ich habe das schon oft erlebt.

Res, ich wünsche Dir, Deiner Familie und Deinen Mitmusikern für die Zukunft alles Gute. Vielen Dank für das Gespräch!

Links:

www.bluegrassbeans.ch

www.alteschmitte.ch

www.countrymusiccruise.ch

11. SBMA FanFest im Restaurant Meal & More in Regensdorf/ZH

18 Mrz

Am Samstag, 17. März 2018 ging die 11. Auflage des FanFestes der Swiss Bluegrass Music Association über die Bühne. Der Wechsel vom November in den Frühlingsmonat März sowie der Lokalitätenwechsel haben sich ausgezahlt.

Im Verlauf des Nachmittages fanden sich die ersten Besucher im Restaurant Meal & More ein. Sie wurden vom Veranstalter mit einem Apéro willkommen geheissen. Es bildeten sich nur wenige Jamgrüppchen, da sich die Mitglieder und Gäste offensichtlich lieber ein bisschen länger bei einem Glas unterhielten. Kein Wunder, kamen doch die Besucher aus allen Richtungen, aus dem Rheintal, dem Berner Oberland, dem Luzernischen und Basel… Lieber nutzte man die Gelegenheit zu einem Schwatz, da man sich eben nicht gerade alle Tage begegnet.

Am frühen Abend, gegen halb sechs, nahmen die Bluegrass-Freunde in rekordverdächtiger Anzahl an den schön gedeckten Tischen platz und hörten sich die Vorträge an, welche im Rahmen des Open Mic geboten wurden. Da war von Solisten, Duos, Trios bis hin zu sechsköpfigen Bands alles vertreten. Als Showcase-Band trat die relativ neue Formation Pickheads auf, welche das Publikum begeisterte. Man darf annehmen, dass die Juroren, mit Bänz Hadorn und Franz Elsener, zwei «alte» Hasen der Bluegrass-Szene, der Band gute Noten verteilen konnten. Überhaupt fiel in diesem Jahr auf, dass die Qualität der Vorträge im Durchschnitt gegenüber früheren Jahren hörbare Fortschritte gemacht hat. Man sah den Musikern die Spielfreude an und das Publikum sparte nicht mit Applaus. Das Open Mic dauerte infolge der vielen Anmeldungen von Musikgruppen bis 20 Uhr. Die ursprünglich vorgesehene halbstündige Pause musste ausgelassen werden.

Der Saal, in Grösse und Einrichtung ideal für diesen Anlass geeignet, ist mit einer Bühne und einer professionellen Beleuchtung eingerichtet, was die Durchführung des Anlasses wesentlich erleichterte. Das Team von Meal & More war gut gerüstet, die hungrigen Gäste wurden schnell und umsichtig bedient.

Nach einem kurzen Umbau der Bühne begrüsste das Publikum mit grossem Applaus die Mannen von Sunny Mountain Grass. Die Band aus der Ostschweiz, welche in diesem Jahr das 30 Jahr-Jubiläum feiert, eroberte die Zuhörer im Handumdrehen. Die Gruppe brillierte mit temporeichen, dann wieder mit fein gespielten, oftmals auch selbstgeschriebenen Songs und Instrumentals. Das Konzert von Sunny Mountain Grass endete nach zwei Sets. Der erfolgreiche Anlass klang nach viel guter Musik gegen 22.30 Uhr aus.

Text: Arthur Fleischmann / Fotos: Beat Heri

 

Sunny Mountain Grass live beim 11. SBMA FanFest in Regensdorf

5 Feb

Am Samstag, den 17. März 2018, führt die Swiss Bluegrass Music Association (SBMA) sein 11. FanFest durch. Der Anlass findet erstmals im Frühjahr statt und neu auch im Restaurant Meal & More in Regensdorf/ZH.

Ab 16 Uhr offeriert die SBMA ihren Mitgliedern einen kleinen Apéro. Die Besucher haben die Gelegenheit sich mit Freunden zu treffen und an der einen oder anderen Jamsession teilzunehmen.

Christine Rüegger, Caspar Noetzli, Elizabeth Lamberti

Von 17 bis ca. 20 Uhr können im Rahmen des Open Mics Scratch-Bands, aber auch reguläre Formationen in Kurzauftritten mit jeweils drei bis vier Songs vor Publikum spielen und maximal zwei Bands können sich in einer Showcase je 25 Minuten präsentieren – und wenn von ihnen gewünscht, von zwei Fachleuten beurteilen lassen. Teilnehmer für Open Mic und Showcase können sich bei Beat Heri anmelden (president@bluegrass.ch oder 079 218 05 86).

Sunny Mountain Grass

Gegen 20.30 Uhr geben Sunny Mountain Grass ein Konzert. Die Bluegrasser aus der Ostschweiz, bekannt für ihre guten Shows und witzigen Ansagen, verfügen über ein abwechslungsreiches Repertoire. Die Gruppe brilliert mit tempoeichen, dann wieder mit fein gespielten, oftmals auch selbstgeschriebenen Instrumentals. Das Konzert endet gegen 22.30 Uhr, so dass für die Teilnehmer und Zuschauer die Möglichkeit besteht, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen.

Die neue Lokalität bietet für diesen Anlass alles, was es braucht und ist sowohl mit Auto (genügend Parkplätze vorhanden) wie auch mit ÖV (liegt direkt beim Bahnhof Regensdorf) gut erreichbar. Das Restaurant verfügt über einen Saal mit Bühne und fürs leibliche Wohl sorgt das freundliche Team von Regula Sulser (selber seit Beginn SBMA-Mitglied und Inhaberin des Restaurants Meal & More).

SBMA-Mitglieder haben freien Eintritt. Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen und bezahlen einen Eintritt von CHF 30.- (inkl. Apéro). Sollten sich Gäste vor Ort für eine Mitgliedschaft entscheiden, bezahlen sie für 2018 lediglich einen Mitgliederbeitrag von CHF 45.- (regulärer Jahresbeitrag CHF 60.-) und profitieren an diesem Anlass gleich vom Gratiseintritt mit Apéro.

Arthur Fleischmann

 

Am 20. Januar 2018 Bluegrass Night in der Mahogany Hall in Bern

27 Dez

Jubiläum der Bluegrass Night in der Mahogany Hall in Bern

Ein Jubiläum feiern Bänz und Margrit Hadorn mit der 20. Bluegrass Night in der Mahogany Hall in Bern. Am 20. Januar 2018 erhalten drei Schweizer Bands die Gelegenheit, sich vor einem sachverständigen Publikum zu präsentieren. Trotz des Namens der Veranstaltung spielen nicht nur reine Bluegrass Formationen. Neben den bekannten Formationen Hot Destination und Bluegrass Beans spielt auch Siggi Strack & Blue Acoustic Flavour mit jazziger Kost, basierend auf Bluegrass-Wurzeln. Diese drei Gruppen werden mit Sicherheit das Publikum begeistern.

Ein vielversprechendes Programm! Mitglieder der SBMA erhalten reduzierten Eintritt.

Weitere Angaben siehe unter: http://www.bluegrass.ch/event/20-bluegrass-night-mit-den-bluegrass-beans-blue-acoustic-flavour-und-hot-destination-mahogany-hall-3000-bern/

 

 

Weihnachtliche Stimmung am Bluegrass-Treff

28 Nov

Mit Tannenzweigen, Kerzen, Weihnachtsgebäck, Nüssen und Mandarinen wurden die über vierzig Besucher auf die Adventszeit eingestimmt. Astrid und Silvio Bühler sowie Lilo und Markus Schildknecht – sie richteten den letzten Bluegrass-Treff in diesem Jahr im Cholerahaus in Lenzburg aus – zauberten Weihnachtsstimmung in unser Lokal

Zur Einstimmung auf den musikalischen Teil der Veranstaltung führten sie die von der IBMA herausgegebene DVD «Discover Bluegrass, Exploring American Roots Music» vor. Dieser Film zeigt die Entstehung dieses einzigartigen amerikanischen Musik Genre. Beginnend mit ihren alten Musikwurzeln, vor allem aus Irland und Schottland, bis hin zu zeitgenössischen Stilen, über die Rolle der einzigartigen Vokalharmonik-Struktur und der verschiedenen Instrumente in der Bluegrass-Musik. Und natürlich mit viel Musik und Interviews mit bekannten Musikern wie Sam Bush, Jerry Douglas, Ricky Skaggs und viele andere. Der Film hat so gut gefallen, dass bei mir noch an diesem Nachmittag über zehn Exemplare dieser DVD in Auftrag gegeben wurden, welche ich nun in den USA besorgen werde.

In der darauffolgenden Pause langten die Gäste herzhaft zu, verspeisten genüsslich die herrlichen Weihnachtsgebäcke, Nüsse und Mandarinen, tranken dazu Kaffee oder auch ein Gläschen Wein.

Die Organisatoren trugen vor der Jam einige Bluegrass-Weihnachtslieder vor.  Anschliessend vergnügten sich die vielen Musiker mit gemeinsamem Musizieren und unterhielten die anwesenden Zuhörer bestens.

Um sich zwischendurch nochmals zu stärken, wurde nach über einer Stunde eine Pause eingelegt.  Anschliessend musizierte die Gruppe bis gegen halb sechs Uhr weiter.

Die vier Organisatoren/innen und die Gastgeber Birgit und Markus Hunkeler haben an dieser Weihnachts-Jam grossartige Werbung für den monatlichen SBMA-Treff gemacht. Die vielen Musiker und Zuhörer erlebten einen festlichen und gelungenen letzten Treff in diesem Jahr. Alle Termine für das nächste Jahr finden sich auf der Webseite www.bluegrass.ch.

Text und Foto: Beat Heri

Weihnachtlicher Bluegrass-Treff vom 26. November 2017

Bluegrass-Treff vom 30. April 2017 mit Kent und Rosi Miller / Produktion einer SBMA Radio Show

19 Apr

Am 30. April 2017 findet im Cholerahaus, Schützenmatte 7, 5600 Lenzburg von 13.30-17.30 Uhr, unser nächster Bluegrass-Treff statt.

In diesem Monat wird am Bluegrass-Treff etwas ganz Besonderes geboten! Kent Miller, welcher jede Woche die SBMA Bluegrass Show für Country Radio Switzerland produziert, die jeweils Sonntagabends von 19.00 -20.00 Uhr gesendet wird, gestaltet diesen Event! „Country Radio Switzerland On Location!“. Er wird zusammen mit den Besuchern des Bluegrass-Treffs neue Werbespots und Station IDs für die neue SBMA Bluegrass Show aufnehmen. Ihr könnt auch an der Show mitarbeiten. Was also müsst ihr genau machen? Bringt CDs oder hochwertige MP3-Formate von euren Lieblingsbands respektive eure Lieblings-songs mit. Das darf übrigens auch eure eigene Band sein! Kent wird die entsprechen Titel in seinen Laptop einlesen. Ausserdem werden auch Station IDs aufge-nommen. Zum Beispiel: „Ich bin … von der … Band und Sie hören die SBMA Bluegrass Show auf Country Radio Switzerland!“ usw. Die so produzierte Sendung wird an einem der nächsten Sonntage auf Country Radio Switzerland gesendet und ist kurz darauf auf der Webseite www.bluegrass.ch/radio als Podcast zu hören. Für die meisten von uns dürfte es das erste Mal sein, persönlich einer Produktion einer Radiosendung beizuwohnen respektive mitzuarbeiten.

Anschliessend an die Radioaufzeichnung wird Kent und Rosi Miller die monatliche Jamsession leiten.

Den guten Geistern, namentlich Birgit und Markus Hunkeler, welche unsere Gäste mit Kaffee und Kuchen, Wein, Bier und Mineralwasser verwöhnen, möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich danken. Ebenfalls bedanke ich mich bei Rosi und Kent Miller für die Gestaltung des Bluegrass-Treffs vom 30. April!

Gäste zahlen einen Unkostenbeitrag von CHF 5.00. Wir bitten für diese Massnahme um Verständnis. Mitglieder der SBMA sind selbstverständlich zu diesem Anlass eingeladen.

So long folks!

Beat Heri

 

Die SBMA hat die Krüger Brothers zu Ehrenmitgliedern ernannt

2 Mrz

Hinter dem Erfolg der Band liegt ein langer, steiniger Weg. Jahrelang tingelten Jens und Uwe Krüger, seit 1995 auch mit ihrem «Adoptiv-Bruder» Joel Landsberg aus New York City, durch die Schweiz. Für die Schweiz waren sie zu gross respektive die Schweiz für sie zu klein. Eine Freundin von ihnen sagte dazu, dass ihr die Krüger Brothers wie zu grosse Puppen in einer zu kleinen Puppenstube vorkamen. 2003 wanderte die ganze Band in die USA aus und gehören seitdem zu den ganz Grossen in der amerikanischen Folkszene. Sie nahmen Wohnsitz in Wilkesboro in North Carolina, ganz in der Nähe des von ihnen verehrten Vorbildes Doc Watson und dem Veranstaltungsort des berühmten «MerleFest». Ein weiterer Höhepunkt in ihrer grossartigen Karriere war der Auftritt, zusammen mit ihrem Freund und Hollywoodstar und Musiker Steve Martin, in der David Letterman Show. 

Beat Heri überreicht den Krüger Brothers die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft

 

Die Krüger Brothers interessierten sich immer dafür, was sich in der Schweizer Bluegrass Szene abspielte. Auch in der Zeit nachdem sie ihren Wohnsitz in die USA verlegten. Uwe Krüger war denn auch seit einiger Zeit Mitglied in der Swiss Bluegrass Music Association (SBMA).  

Der Vorstand der SBMA beschloss einstimmig, die Krüger Brothers als Band zu Ehrenmitgliedern der Asscociation zu ernennen. Anlässlich ihres grossartigen Auftrittes am 1. März 2017 am Country Festival im Zürcher Albisgüetli überreichte Beat Heri, Präsident der SBMA, den Krüger Brothers im Auftrag des Vorstandes die Urkunde als Ehrenmitglieder der Association.

 

10. SBMA FanFest der Swiss Bluegrass Music Association

14 Okt

Das diesjährige FanFest vom 8. Oktober im Üdiker-Huus war sozusagen ein Neuanfang. Nachdem das Fest sechs Jahre im Dufour-Haus in Brugg und drei Jahre im Restaurant Kaserne in Bülach stattgefunden hat, trafen sich die Bluegrass-Fans erstmals in Uitikon-Waldegg.

Der Vorstand musste, nachdem der Saal im Restaurant Kaserne im letzten Jahr aus allen Nähten platzte, ein neues Zuhause für den jährlichen Anlass suchen. Es wurden dabei verschiedenste Aspekte berücksichtigt: der Ort musste zentral gelegen sein, damit die vor allem in der Deutschschweiz wohnenden Mitglieder möglichst kurze Anreisewege haben.

Es musste ein Ort sein, welcher gut mit ÖV, aber auch über Autobahnanschluss erreichbar ist. Der ausgewählte Ort verfügt auch über genügend Parkplätze und erfüllte damit alle diese Ansprüche. Nachdem aber weniger Besucher als im letzten Jahr in den Grossen Saal des Üdiker-Huuses an das Jahresfest gekommen waren, wies der Zuschauerraum doch einige Lücken auf. Trotzdem war der Veranstalter nicht unzufrieden. Bei traditionellen Veranstaltungen muss bei einem Ortswechsel damit gerechnet werden, dass im ersten Jahr weniger Besucher kommen.

Zur grossen Jamsession am Samstagnachmittag kamen vor allem Musiker, meistens Mitglieder des Clubs, aber auch einige Zuschauer. Nach zwei Stunden Jam offerierte die SBMA einen kleinen Apéro, worauf die Auftritte von Einzelmusikern, Bands und sogenannten Scratch-Bands folgten. Diese hatten die Gelegenheit, sich dem zumeist fachlich versierten Publikum zu stellen. Hier präsentierten sich alte Kämpen und Newcomers. Die zum Teil hochkarätigen Musiker boten den Zuschauern ein ansprechendes Programm.

Als abends gegen halb neun das Konzert der Bluegrass Beans begann, war der Saal etwas besser besetzt. Die Beans, wie die Band von den Fans genannt wird, boten die erwartet gute Show mit vor allem traditionellen Bluegrass. Der bandeigene Bassist kann die am 16. Oktober beginnende Country Cruise von Albi Matter nicht mitmachen, weshalb sie bereits bei diesem Auftritt Hanspeter Adam als Bassist mit dabeihatte.

Bluegrass Beans
Bluegrass Beans

Nachdem der Termin für das FanFest nicht ideal angesetzt werden konnte – der Grosse Saal in Uitikon-Waldegg ist sehr gut ausgebucht und es herrschten in vielen Teilen der Schweiz noch Schulferien -, ist man mit dem Event doch nicht unzufrieden. «Es müssen allerdings für das nächste Jahr noch gewisse Korrekturen gemacht werden. Dann bin ich überzeugt, dass das FanFest 2017 rundum ein Erfolg wird», so der Präsident der SBMA, Beat Heri. «Wir wollen mit dieser Veranstaltung am Nachmittag Musikern die Gelegenheit geben, sich einem breiteren Publikum zu stellen und Erfahrungen zu sammeln. Am Abend soll zukünftig jeweils eine bekannte Band ein Konzert geben, zu welchem die Mitglieder des Clubs freien Eintritt haben. Gäste sind uns natürlich immer willkommen. Diese entrichten einen kleinen Obolus. Oder noch besser: sie werden Mitglied der SBMA und haben ebenfalls freien Zutritt zur Veranstaltung».Text: Renate Piova / Fotos: Beat Heri

 

SBMA FanFest im Üdiker-Huus in Uitikon / ZH

2 Aug

Am Samstag, 8. Oktober 2016, findet das 10. FanFest der Swiss Bluegrass Music Association (SBMA) neu im Üdiker-Huus in Uitikon-Waldegg statt. Bei diesem traditionellen Anlass treffen sich Anhänger der Bluegrass-, Old-Time- und Americana-Musik, um Musik zu spielen und zu hören, zu fachsimpeln und die Freundschaften zu pflegen. Am Abend geben die Bluegrass Beans ein Konzert.

Die Türöffnung erfolgt um 14.00 Uhr. Die Besucher haben die Gelegenheit sich mit Freunden zu treffen und falls gewünscht, an der einen oder anderen Jamsession teilzunehmen. Zwei Bands werden die Sessions leiten. Um 16.30 Uhr sind die Mitglieder der SBMA zu einem kleinen Apéro eingeladen.

Ab 17.00 Uhr treten Scratch- und reguläre Bands in Kurzauftritten im Grossen Saal des Üdiker-Huus vor Publikum auf. Wie in den früheren Jahren haben MusikerInnen – ob mit jahrzehntelanger Erfahrung oder als Neuling – beim Open Mic die Gelegenheit, Songs vorzutragen. Eine Stufe höher bietet das Showcase für maximal zwei Bands während je 25 Minuten die Gelegenheit, sich einem fachkundigen Publikum zu präsentieren. Falls es die Bands wünschen, können sie sich von zwei Fachleuten Anregungen und Tipps für weitere Auftritte geben lassen. Dieser Teil des FanFests dauert bis 20 Uhr, Dazwischen gibt es eine halbstündige Pause. Anschliessend erfolgt eine kleine Preisverleihung an die teilnehmenden Bands. Anmeldungen für das Open Mic oder das Showcase sind so rasch als möglich erbeten an Cindy Richner (cr.richner@bluewin.ch oder Handy 079 377 71 73).

Gegen 20.30 Uhr geben die Bluegrass Beans, aktuell eine der angesagtesten Bluegrass Bands der Schweiz ein Konzert. Diese sympathische Band ist vom 16. bis 23. Oktober dieses Jahres auf einer Kreuzfahrt, welche von Albis Matter’s Show and Music AG, Charley Fritsche als Mitorganisator und Hotelplan organisiert wird, mit von der Partie. Auf diesem Schiff werden viele Country-Fans, welche möglicherweise die Bluegrass Musik noch nicht kennen, mit dabei sein. Somit sind die Beans Ambassadore für die Bluegrass Musik! Das Konzert der Bluegrass Beans endet gegen 22.30 Uhr, so dass auch für Teilnehmer und Zuschauer noch die Möglichkeit besteht, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen.

Die neue Lokalität bietet für diesen Anlass alles, was es braucht. Sie ist sowohl mit dem Auto wie auch – wie schon erwähnt – mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Ausserdem steht ein grosser Saal mit Bühne zur Verfügung. Die Verpflegung, welche auch im Saal serviert wird, liefert das Restaurant Dörfli.

SBMA-Mitglieder haben freien Eintritt. Selbstverständlich sind auch Gäste herzlich willkommen. Diese zahlen einen Eintritt von CHF 25.00. Sie haben aber die Gelegenheit, anlässlich dieses Anlasses Mitglieder der SBMA zu werden, indem sie an der Kasse den Jahresbeitrag von CHF 60.00 für das Jahr 2017 bezahlen. Damit entfällt natürlich der Eintritt am diesjährigen FanFest.

10. SBMA FanFest 2016 Flyer VS

FanFest 2016 Flyer RS

Bluegrass-Treff vom 29. Mai 2016 mit Peter Keiser und „Misty Blue“

29 Mai

Der letzte Bluegrass-Treff vor der Sommerpause wird in die Annalen der SBMA eingehen. Peter Keiser, der Bassist von «Misty Blue», von Gölä, von dem Berliner Liedermacher Klaus Hofmann und weiteren stellte sich für einen Vortrag über den Bass in der Musik zur Verfügung.

Den zahlreich erschienenen Zuhörern erklärte er die verschiedenen Instrumente, welche heute als Bass eingesetzt werden. Er führte jeweils entsprechende Hörproben live vor. Der Er machte dabei deutlich, dass es gerade in der Bluegrass Musik äusserst wichtig ist, denRhythmus sehr genau zu halten. «Die Essenz des Bassspiels in der Bluegrass-Musik liegt in der Einfachheit, welche sehr konsequent eingesetzt werden muss. Hier gilt hauptsächlich: weniger ist of mehr. Die Grundlage ist die Genauigkeit und die Soundpflege. Das Ganze darf aber nicht klinisch steril sein, der Groove ist ebenso wichtig!» Anschliessend beantwortete Peter Keiser geduldig die Fragen aus dem Publikum Der mit viel Witz und Humor vorgetragene Stoff fesselte die fast 50 Teilnehmer so sehr, dass der fast eineinhalb Stündige Vortrag im Nu vorbei war.

Anschliessend verpflegten sich die Teilnehmer ausgiebig mit Getränken, Kaffee mit Cakes, Brownies, Erdbeercreme und vielem mehr.

Hansj Looser, ein Musikerkollege von «Misty Blue», leitete die anschliessende Jamsession, was bei den gegen dreissig teilnehmenden Musikern keine einfache Aufgabe war. Trotzdem klang die Riesenjam recht gut!

Zum Abschluss des ereignisreichen, tollen Nachmittags spielte «Misty Blue» einige Songs aus ihrem Repertoire. Gegen halb sechs löste sich die Versammlung der Bluegrass-Enthusiasten langsam auf. Einige aber blieben noch eine Weile, um sich mit den Musikern der Band oder auch einfach mit Kollegen aus der SBMA zu unterhalten.

Auch an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an Peter Keiser, an «Misty Blue» und an das ganze Organisationsteam, welches Kuchen und viele andere leckere Sachen bereitgestellt, den Saal eingerichtet, anschliessend wieder aufgeräumt und gereinigt hat!